
Praxisguide
Werbeskript zur Shotlist: ein Angebot, eine Szene
Wie aus einem Angebot, einem Claim oder einem kurzen Skript eine Shotlist wird, die man tatsächlich generieren kann.
Wie aus einem Angebot, einem Claim oder einem kurzen Skript eine Shotlist wird, die man tatsächlich generieren kann.

Ein Werbeskript beschreibt, was gesagt wird. Eine Shotlist beschreibt, was zu sehen ist. Der Sprung zwischen beidem ist die Stelle, an der die meisten KI-Videos auseinanderfallen: Der Text ist überzeugend, das Bild zeigt nichts Bestimmtes.
Die Übersetzung gelingt, wenn jeder Satz des Angebots eine sichtbare Entsprechung bekommt — oder gestrichen wird.
- Jede Behauptung braucht ein Bild, sonst fliegt sie raus.
- Ein Beweis-Moment ist wichtiger als drei Adjektive.
- Das Schlussbild entscheidet über die Wiederverwendbarkeit.
- Kürzen, bis jeder Shot eine Aufgabe hat.
Vom Claim zum sichtbaren Beweis
«Hält den ganzen Tag» ist kein Bild. «Die Tasche steht nach acht Stunden noch aufrecht» ist eines. Der Umweg über das Sichtbare zwingt dazu, die Behauptung entweder zu belegen oder wegzulassen.
Was sich nicht zeigen lässt, gehört in den Text auf der Landingpage, nicht in den Shot.
- Behauptung, dann Bild, dann Prüfung: erkennt man es ohne Ton?
- Adjektive lassen sich selten filmen.
- Ein einziger Beweis wirkt stärker als eine Aufzählung.
Die Shotlist auf drei Einträge bringen
Kurze Werbeclips vertragen selten mehr als drei Einstellungen: Aufmerksamkeit, Beweis, Abschluss. Jede weitere Einstellung nimmt einer der drei Zeit weg.
Notiere pro Shot: Motiv, eine Kamerabewegung, und woran du erkennst, dass der Shot gelungen ist.
- Shot 1: Was zieht in den ersten zwei Sekunden.
- Shot 2: Der Beweis, sichtbar und ohne Erklärung.
- Shot 3: Der Abschluss, der als Standbild taugt.
Das Schlussbild mitplanen
Das letzte Bild wird oft weiterverwendet: als Thumbnail, als Anzeigenmotiv, als Produktkarte. Wenn es erst nach der Generierung auffällt, ist es meistens unbrauchbar zugeschnitten.
Plane es wie ein eigenständiges Foto: Produkt lesbar, Platz für Text, kein abgeschnittener Rand.
- Freiraum für spätere Textebenen einplanen.
- Produkt vollständig im Bild lassen.
- Prüfen, ob das Standbild allein funktioniert.
Eine gute Shotlist ist kein kreatives Dokument, sondern eine Prüfliste. Wenn jeder Eintrag eine Aufgabe und ein Erfolgskriterium hat, wird aus dem Generieren ein Abarbeiten — und das ist der Punkt, an dem Werbung planbar wird.
Vor der Veröffentlichung: Produktaussagen, Rechte an gezeigten Marken und die Werberichtlinien der Plattform prüfen.
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Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Werbeclip sein?
So lang, wie die drei Shots brauchen. In der Praxis sind das meist unter fünfzehn Sekunden. Länge entsteht durch zusätzliche Beweise, nicht durch längere Einstellungen.
Was, wenn sich eine Aussage nicht zeigen lässt?
Dann gehört sie nicht in den Clip. Nicht belegbare Aussagen im Bild sind zudem der häufigste Grund für Beanstandungen durch Werbeprüfungen.
Braucht jeder Shot eine eigene Referenz?
Nicht zwingend, aber Produktaufnahmen profitieren fast immer davon. Für Stimmungsshots reicht oft eine Beschreibung.
Seedance 2.5
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